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Korrekte Erstellung eines Sonderberichts: Neues Formular des FVR erleichtert die Arbeit der Schiedsrichter

  • Autorenbild: Homepage-Team SR Trier-Saarburg
    Homepage-Team SR Trier-Saarburg
  • 6Std.
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Sonderbericht gehört zu den wichtigsten Dokumenten, die ein Schiedsrichter nach einem Spiel verfassen kann. Er bildet die Grundlage für die Entscheidungen der Spruchkammer und entscheidet häufig darüber, ob ein Sachverhalt nachvollziehbar bewertet werden kann.


Zur Saison 2026/27 stellt der Fußballverband Rheinland deshalb erstmals ein einheitliches, ausfüllbares PDF-Formular für Sonderberichte zur Verfügung. Dieses soll Schiedsrichter dabei unterstützen, alle relevanten Informationen vollständig und strukturiert zu erfassen. Die Nutzung des Formulars ist freiwillig, kann die Erstellung eines hochwertigen Sonderberichts aber deutlich erleichtern.


Warum ist ein guter Sonderbericht so wichtig?

Ein Sonderbericht ersetzt keine Videoaufnahmen oder Zeugenaussagen – er ist oft die wichtigste Informationsquelle für die Sportgerichtsbarkeit.

Deshalb gilt:

  • ausschließlich Tatsachen schildern

  • keine Vermutungen oder Bewertungen

  • den Ablauf chronologisch beschreiben

  • möglichst viele objektive Informationen liefern

Man sollte sich immer vorstellen, dass die Person, die den Bericht liest, beim Spiel nicht anwesend war. Der Bericht muss das Geschehen so beschreiben, dass sich daraus ein möglichst genaues Bild der Situation ergibt.


Wann muss ein Sonderbericht erstellt werden?

Ein Sonderbericht ist insbesondere erforderlich bei:

  • Feldverweisen auf Dauer (Rote Karte)

  • Spielabbrüchen

  • längeren Spielunterbrechungen

  • außergewöhnlichen Vorkommnissen, die durch die Spruchkammer bewertet werden müssen

Im Zweifel gilt:

Lieber einmal mehr beim Obmann oder Lehrwart nachfragen als einen notwendigen Sonderbericht zu vergessen.


Wann muss ein Sonderbericht erstellt werden?

Ein Sonderbericht ist insbesondere erforderlich bei:

  • Feldverweisen auf Dauer (Rote Karte)

  • Spielabbrüchen

  • längeren Spielunterbrechungen

  • außergewöhnlichen Vorkommnissen, die durch die Spruchkammer bewertet werden müssen

Im Zweifel gilt:

Lieber einmal mehr beim Obmann oder Lehrwart nachfragen als einen notwendigen Sonderbericht zu vergessen.


So gelingt ein überzeugender Sonderbericht

Bereits vor einigen Jahren hat der Kreisschiedsrichterausschuss Trier-Saarburg einen Leitfaden veröffentlicht, dessen Empfehlungen weiterhin uneingeschränkt gelten.

Die wichtigsten Tipps:

Während des Spiels Notizen machen

Direkt nach einem Vorfall sollten möglichst viele Details festgehalten werden:

  • Spieler

  • Rückennummer

  • Minute

  • Ort

  • Zeugen

  • genaue Abläufe

Je länger man wartet, desto mehr Details gehen verloren.


Objektiv statt wertend schreiben

Nicht schreiben:

"Der Spieler rastete völlig aus."

Sondern lieber:

"Der Spieler lief laut schreiend auf mich zu, verkürzte den Abstand auf etwa einen halben Meter und rief mehrfach: 'Du Pfeife', 'Du bist doch blind' sowie 'Verpiss dich'."

Der Unterschied:

Der zweite Satz beschreibt ausschließlich beobachtbare Tatsachen. Genau das erwartet die Spruchkammer.


Die Situation vollständig beschreiben

Je nach Vorfall sollten möglichst viele Fragen beantwortet werden:

  • Wie entstand die Spielsituation?

  • Wo befanden sich Täter und Opfer?

  • Wo stand der Schiedsrichter?

  • Wie war die Sicht?

  • Wie wurde das Vergehen ausgeführt?

  • War der Ball spielbar?

  • Gab es eine Verletzung?

  • Musste behandelt werden?

  • Wie verhielt sich der Täter anschließend?

  • Welche persönliche Strafe wurde ausgesprochen?

  • Wie wurde das Spiel fortgesetzt?

Je vollständiger der Bericht, desto weniger Rückfragen entstehen später.


Vor dem Absenden

Bevor der Bericht hochgeladen wird, empfiehlt es sich:

  • den Text mit etwas zeitlichem Abstand noch einmal zu lesen

  • Rechtschreibung und Verständlichkeit zu prüfen

  • den Bericht als PDF hochzuladen

  • ihn im DFBnet unter „Dateien" dem Spielbericht beizufügen

Bei Unsicherheiten kann der Bericht auch vorab einem Obmann, Lehrwart oder Paten zur Durchsicht geschickt werden.


Fazit

Mit dem neuen Sonderbericht-Formular stellt der Fußballverband Rheinland allen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern ein hilfreiches Werkzeug zur Verfügung. Die strukturierte Abfrage sorgt dafür, dass wichtige Informationen nicht vergessen werden und erleichtert gleichzeitig die Arbeit der Sportgerichte.


Auch wenn die Nutzung freiwillig ist, empfiehlt der Kreisschiedsrichterausschuss Trier-Saarburg, das Formular künftig zu verwenden. In Kombination mit unserem bewährten Leitfaden entstehen so vollständige, objektive und nachvollziehbare Sonderberichte – genau so, wie sie für eine faire sportgerichtliche Entscheidung benötigt werden.


Wir wünschen allen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern einen erfolgreichen und stets fairen Start in die neue Saison!



 
 
 

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