Alexander Rausch

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seit 06 / 1999

Oberliga

Dieses Spiel ist mir in Erinnerung geblieben

Gerade in der Anfangszeit war für mich ein besonders prägender Moment, als ich beim Abschiedsspiel von Alfons Berg in Niedermennig eine Halbzeit lang assistieren durfte. Eine besondere Auszeichnung war die Nominierung als Assistent im Rheinlandpokalendspiel 2015. Ansonten sind mir viele Spiele noch in guter, einige auch in weniger guter Erinnerung. Zum Beispiel ein Spiel in der Oberliga, wo sich ein Spieler in der Nachspielzeit bei einem Foul Schien- und Wadenbein brach und ich ihm eigentlich Rot geben wollte. Oder ein Spiel in der A-Junioren-Bundesliga in Düssel-dorf, zu dem wir fast zu spät kamen, weil auf der Autobahn ein Bananenlaster umgekippt ist. Zugeben muss ich allerdings, dass mir mehr solcher Dinge, die abseits des Platzes geschahen in Erinnerung blieben, als besonders tolle Entschei-dungen. So feierten wir beispielsweise mit dem Beo-bachter in Luxemburg nach einem Spiel im Austausch die gleichzeitig gewonnene Meister-schaft von Juventus Turin in der Schieds-richterkabine. Oder – auch schon länger her – mussten wir nach dem Spiel (mitten in der Nacht) mit dem Taxi zur Raststätte fahren, von wo uns eine liebreizende, hochschwangere und hocherfreute Ehefrau ab-holen kam, weil uns irgendwie die Heimfahrgelegenheit ab-handen gekommen ist.  

Ein/e gute/r Schiedsrichter ist für mich eine/r der/die

Ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, das Spiel ruhig im Griff hat. 

Warum bin ich 

Schiedsrichter geworden 

Ich wollte schon in der Grundschule Schiedsrichter werden. Damals spielte ich in der F- und E-Jugend selbst Fußball. Talentiert war ich nur bei ruhendem Ball und ohne Körperkontakt. Der damalige Bundesligaschiedsrichter Alfons Berg, der auch im Konzer Tälchen wohnt, war von Anfang an mein großes Vorbild. Wenn ich samstags bei SWR 1 hörte, dass er ein siegreiches Bayernspiel leitete, wollte ich immer in der Woche darauf zu ihm klingeln gehen und streit anfangen, dass das nicht mehr passieren dürfe. Zu dieser Zeit lag das Mindestalter für Schiedsrichter allerdings noch bei 14 Jahren. Also musste ich mich noch etwas gedulden. Trotzdem durfte ich die Prüfung 1 Monat vor meinem 14. Geburtstag ablegen und war damit 1999 der jüngste Schiedsrichter im FVR. Lang ists her.

Das schönste / Die negativste Erfahrung als Schiedsrichter

Die negativste Erfahrung war gleich am Anfang. Als ich als 14jähriger ein D-Jugendspiel leitete und mich nach dem Abpfiff der Betreuer der Gastmannschaft am Kragen packte und bedrohte. Diesen Vorfall zu melden und bei der Spruchkammersitzung stark zu bleiben, war eine schwierige Herausforderung. Für mich war jedoch klar, dass ich mich davon nicht von meinem Schieds-richteramt abbringen lassen werde und so bin ich mir sicher, dass es mir in meiner weiteren Entwicklung geholfen hat, mit Extremsituationen umzugehen.

Das schönste ist für mich das Alltägliche. Wenn ich nach einem Spiel – egal in welcher Klasse – nach dem Spiel mit Spielern und Verantwortlichen beider Mannschaften spreche und sie nicht viel an meiner Leistung auszusetzen haben. Und wenn doch, hinterfrage ich meine Leistung selbst, ob und wenn ja, was, ich ändern kann, um nächsten Sonntag wieder eine bessere Leistung zu bringen.

Was ich Schiedsrichter mit auf den Weg gebe 

Habt Spaß an eurem Hobby.

Sprecht – auch wenn es nicht immer einfach ist – mit den Verantworlichen nach dem Spiel. Lasst konstruktive Kritik zu und versucht euch von Spiel zu Spiel zu verbessern. Fehler macht jeder. Aus Fehlern lernen ist die Kunst.

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